So bekommst du als Blogger Kooperationen

So bekommst du als Blogger Kooperationen

Influencer Marketing ist in aller Munde und viele Blogger, die schon länger dabei sind, bekommen oft mehrere Anfragen nach Kooperation am Tag. Doch wenn du gerade erst angefangen hast, fragst du dich vielleicht, wie du dahin kommst, mit deinem Hundeblog Geld zu verdienen? Meine Tipps sollen es dir einfacher machen.

Als ich im Sommer 2016 mit dem Bloggen beim Lieblingsrudel angefangen habe, war das Ganze für mich absolutes Neuland. Ich hatte zwar in meiner Selbständigkeit als Online Händler und vorher Eventmanager bereits Erfahrungen mit Blogger-Kampagnen gemacht, diese zeichneten sich aber leider oft als nicht so erfolgreich ab. Von meinem beruflichen Hintergrund in Marketing und Pressearbeit her, gefiel mir die Zusammenarbeit mit diesen Bloggern meist gar nicht und gebracht hat es uns auch nichts. Doch das hatte auch damit zu tun, dass ich keine Ahnung hatte, wie man eine gute Micro Influencer Kampagne plant und umsetzt.

Seit nunmehr drei Jahren bin ich also selbst Blogger und habe in der Zeit bereits so einige Kooperationen mit kleinen und großen Hundternehmen umgesetzt. Dabei hande ich so einige Fehler gemacht, Erfahrungen gesammelt, aber auch gesehen, was gut funktioniert (zumindest bei mir). Heute möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie du mit deinem Blog erfolgreich wirst und Geld verdienst.

Wie kannst du Unternehmen von deinem Blog überzeugen?

Bevor du überhaupt darüber nachdenkst, mit bezahlten Kooperationen auf deinem Blog Geld zu verdienen, solltest du dich zuerst in die Lage des Kooperationspartners begeben. Du musst dich fragen, welchen Vorteil das Unternehmen von einer Zusammenarbeit mit dir hat.

Seitenaufrufe überzeugen

Die Anzahl der Seitenaufrufe pro Monat ist für Blogger die wichtigste Währung. Am Anfang wird diese Zahl noch sehr gering sein, deshalb solltest du dich erst einmal darauf konzentrieren, mehr Traffic auf deine Seite zu bekommen, z.B. durch SEO-Optimierung.

Interessant wird dein Blog für Unternehmen eigentlich erst ab 10.000 Seitenaufrufen im Monat. Das wird eine Weile dauern und erfordert viel Durchhaltevermögen. Wer professionell bloggt, kann dann aber auch Geld für seine Arbeit verlangen. Wer das Ganze eher lieblos nebenbei betreibt, sollte es als Hobby belassen, finde ich.

Regelmäßigkeit der Beiträge

Natürlich bleibt es dir selbst überlassen, wie häufig du Beiträge veröffentlichst. Immerhin hat man nicht immer Zeit, einen Blog ausführlich zu betreuen. Wer aber mit Unternehmen kooperieren möchte, sollte schon zeigen, dass er das Bloggen ernst nimmt. Beim Lieblingsrudel veröffentliche ich 2-3 Beiträge pro Woche, meistens Dienstags, Donnerstags und Sonntags. Das hat sich für mich als optimal erwiesen, aber es kann bei deiner Leserschaft auch ganz anders sein. Wichtig ist nur, dass du regelmäßig postest, auch wenn es nur einmal pro Woche oder pro Monat ist. Deine Leser müssen sich auf dich verlassen können. Dann freuen sie sich im Idealfall schon auf deinen neuen Artikel.

Warum bloggst du?

Die Blogger, die ich in meiner Zeit als Händler kennengelernt habe, waren eindeutig die falsche Wahl. Aber damals war das Ganze auch noch nicht so bekannt wie heute. Ich habe also rumprobiert und Lehrgeld bezahlt, das ich dir hiermit ersparen möchte – sowohl als Hundternehmer als auch als Hundeblogger.

Stelle dir die Frage, was der Antrieb für deinen Blog ist. Wenn du nur die fette Kohle und Gratispakete im Kopf hast, dann kannst du gleich aufhören. Nur, wenn du dich für ein besonderes Thema begeisterst, gut recherchierte Artikel schreibst und eine persönliche Bindung zu deinen Lesern aufbauen kannst, lohnt es sich, Kooperationen anzunehmen. Denn dann wirst du langfristig tolle Partnerschaften entwickeln und dadurch gutes Geld mit deinem Blog verdienen.

Blogger-Kooperationen: Authentisch sein ist der Schlüssel

Versuche, nicht einfach ein Abklatsch von jemand anderem zu werden, sondern finde deine eigene Sprache. Teste Dinge aus und sei so wie du bist – deine Persönlichkeit entscheidet über den Erfolg. Für mich hat es beim Lieblingsrudel gefühlt ein Jahr gedauert, bis ich meine Sprache in den Beiträgen gefunden habe. Das nötige Selbstbewusstsein kam dann nach einem weiteren Jahr und nun gibt es für mich nichts Schöneres mehr, als interessante Artikel über Hunde zu schreiben. Das Feedback meiner Leser, der Austausch und Input zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Als Blogger wirst du auch ein guter Ansprechpartner für deine Werbepartner. Denn nur du kennst deine Zielgruppe so gut wie kein anderer. Du solltest also auch bezahlte Inhalte auf deine Leserschaft anpassen. Bei Hundethemen hast du schon von vornherein den Vorteil, dass du eine sehr mitteilungsbedürftige und diskussionsfreudige Zielgruppe hast. Hier ist es immer gut, auch mal seine Meinung zu vertreten und so zu sein, wie man eben auch im echten Leben ist.

Authentizität ist auch im Hinblick auf die Kooperationspartner wichtig: Du solltest nicht einfach querbeet alles bewerben, was dir ein paar Euros bringt. Produkte, Marken und Hundternehmen müssen zu deinen Inhalten und deinem Image passen. Sonst machst du dich unglaubwürdig und das ist für beide Seiten schlecht. Der Werbepartner hat mit seiner Kampagne vielleicht nicht den gewünschten Erfolg und das ist ärgerlich. Aber für dich als Blogger ist das Ganze sogar nachhaltig schädigend, weil du dadurch Authentizität, Glaubwürdigkeit und Leser verlieren könntest.

Blogger-Kooperationen: Hilfreicher Content und gute Fotos sind wichtig

Beim Bloggen ist Content das A & O – Fotos, Videos, Grafiken und hilfreiche Artikel, die dem Leser weiterhelfen und einen Mehrwert geben. Dabei spielen auch gute Fotos eine wichtige Rolle. Über die visuelle Gestaltung deiner Beiträge kannst du den Artikel auflockern und gleichzeitig den Leser fesseln. Auch die Farben, die du in deinen Grafiken, Fotos und auf der Website verwendest, haben einen Einfluß auf den Leser. Blautöne sorgen z.B. für kühle, leichte Empfindungen, während rötliche Nuancen eine gewisse Wärme, aber auch Aggressivität ausstrahlen.

Durch ein modernes und ansprechendes Design sorgst du auch dafür, dass Besucher länger auf deinem Blog bleiben und sich vielleicht auch noch zwei oder drei andere Artikel von dir anschauen (Seitenaufrufe). Wenn sie auch davon überzeugt sind und du ihnen weitergeholfen hast, werden sie mitunter Abonnent oder Follower auf deinen Social Media Kanälen.

Schaue auch, welche Beiträge bzw. Themen bei deinen Lesern am meisten gelesen werden und richte deine weiteren Beitragsthemen danach aus. Beim Lieblingsrudel stelle ich z.B. fest, dass viele Leser mit Fragen zu den Themen Mehrhundehaltung, Hundesprache und Hundererziehung kommen. Ich weiß also, dass Beiträge zu diesen oder ähnlichen Themen bei den Lesern und Fans vom Lieblingsrudel sehr gut ankommen. Also werde ich natürlich weitere Artikel zu dem jeweiligen Thema veröffentlichen und auch Leserfragen in Beiträgen beantworten.

Doch guten Content zu erstellen, ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Frag dich einfach mal selbst, welche Themen dich interessieren und schau dir ein paar andere Hundeblogs an. Was gefällt dir an den Seiten und was würdest du anders machen? Beobachte dich selbst auch was deine Nutzung von Suchmaschinen angeht und schaue, welche Medienformate dich am meisten ansprechen, wenn du auf der Suche nach Informationen bist.

Alles was du dir wünschst, solltest du nach und nach auch auf deinem eigenen Blog umsetzen. Biete deinen Lesern Inspiration, versorge sie mit nützlichen Tipps und empfehle hilfreiche Produkte. Kläre sie auf über das Thema, für das du und deine Leser eine gemeinsame Leidenschaft haben. Und auch für die Agenturen oder Marketing-Abteilungen der Hundternehmen sind solche redaktionellen und unbezahlten Beiträge Gold wert. Hier können sie nämlich am besten deine Arbeit einschätzen.

Blogger-Kooperationen: Arbeite nur mit Partnern, die zu dir passen

Früher oder später wird dein Blog oder dein Profil in den sozialen Medien gefunden und du bekommst deine erste Anfrage. Und jetzt kommt es darauf an, bereits Prinzipien und eine Philosophie etabliert zu haben. Denn die Marke sollte auf jeden Fall zu deiner Message passen. Als Beispiel: Wenn du auf artgerechte Ernährung von Hunden fokussierst und BARF empfiehlst, macht es weder für dich noch für den Kooperationspartner einen Sinn, was im Bereich Trockenfutter zu machen. Deine Leser werden im besten Fall überrascht, wahrscheinlich aber ziemlich verwirrt reagieren.

So sehr du dich vielleicht freust, eine Anfrage bekommen zu haben und endlich mit deinem Blog Geld zu verdienen, schaue dir genau an, ob der Werbepartner zu dir passt. Wer möchte schon, dass der eigene Blog Leser verliert und keiner auf die Beiträge reagiert. Dann ist es auch ganz schnell wieder vorbei mit den bezahlten Werbekooperationen. Auch das Verhältnis zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten muss gewahrt werden. Niemand geht im Internet gern auf Seiten, wo es nur um alle möglichen Produkte geht, die austauschbar sind oder nicht zu den Bedürfnissen des Kunden passen. Und wir werden wirklich schon mit genügend Werbung bombardiert. Und bei einem Blog geht es hauptsächlich um die nicht-kommerziellen, persönlichen und gut erstellten Beiträge.

Erstelle ein Media Kit für deinen Blog

Mit einem professionellen Media Kit hast du bei möglichen Werbepartnern sofort einen Stein im Brett. Das zeugt nicht nur von deiner Professionalität, sondern zeigt auch, wo deine Themenschwerpunkte sind, wer deine Zielgruppe ist und wie hoch die Reichweite deiner Beiträge ist. Das sind alles Zahlen, die den Marketingabteilungen alles liefern, was sie (zusammen mit den Inhalten deines Blogs) für die Auswahl der richtigen Influencer wissen müssen. Es sagt auch jede Menge darüber aus, wie ernst du deinen Blog als Hundternehmen nimmst.

Bei meinem Lieblingsrudel-Blog habe ich zur Adventskalender-Aktion im vergangenen Jahr eine kleine Sponsorenmappe, die ich zusammen mit der Akquise-Mail verschickt habe. Unter Downloads kannst du dir diese als PDF kostenlos herunterladen. Die Aktion war ein voller Erfolg und ich konnte 23 tolle Werbepartner gewinnen. Nimm es gern als Vorlage.

Werde kreativ und ergreife Eigeninitiative

Natürlich kannst du einfach in deinem stillen Kämmerlein warten, bis eine Agentur bei dir anklopft. Das kann allerdings eine ganze Weile dauern. Besser ist es, wenn du kreativ wirst und dir redaktionelle Themen ausdenkst, die man mit Produktwerbung ergänzen könnte oder Hundternehmen, die du gern vorstellen möchtest. Ich habe für das Lieblingsrudel dazu einen Redaktionsplan, bei dem ich z.B. auch Artikel-Serien oder Themen und weiterführende Informationen über mehrere Beiträge aufteile.

Auch die Vorlage meines Redaktionsplanes hinterlege ich dir zum kostenlosen Download. Dieser vereinfacht es mir, meine Inhalte über alle Plattformen zu planen und somit jede Menge Zeit bei Social Media zu sparen.

Sprich deine Wunsch-Hundternehmen mit einem persönlichen Anschreiben an und beschreibe am besten gleich eine Idee oder ein Format, wo du dir eine Kooperation wünschen würdest. Erkläre, warum die Marke gut zu deinem Blog passt und du der Meinung bist, dass das Thema deine Leser interessiert.

Es gibt auch verschiedene Marktplätze, die Kooperationen zwischen Bloggern und Unternehmen vermitteln. Schaue zum Beispiel mal bei Trusted Blogs (*Werbung ohne Auftrag), Blogfoster (*Werbung ohne Auftrag) oder der noch relativ neuen Petfluencer Agentur (*Werbung ohne Auftrag) vorbei.

Ich hoffe, meine Tipps helfen dir, deinen Blog so vorzubereiten, dass du schon bald mehr bezahlte Kooperationen bekommst. Wenn du weitere Tipps hast, wie es mit dem eigenen Blog finanziell voran geht, dann kommentiere gern unter diesem Beitrag. Auch deine Fragen oder wenn du mehr wissen möchtest, kannst du dort stellen oder mir einfach per E-Mail schreiben.

Hat dir der Beitrag gefallen, dann teile ihn doch gern. Wir Blogger sollten ja untereinander zusammen halten, da hilfst du bestimmt auch ein paar Kollegen mit unseren Tipps. Sharing is caring!

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