Ein Hoch auf die Stille

Ein Hoch auf die Stille

Die Welt, in der wir leben, ist hektisch, schnell und laut. Pausenlos werden Botschaften an unser Gehirn geschickt: Wie du zu leben hast, was du kaufen sollst und welche Probleme es in der Welt gibt. Tonnen von Informationen prasseln jede Sekunde auf uns ein. Doch unser Gehirn kann damit schnell überfordert sein. Deshalb heute: ein Plädoyer für die Stille.

All diese Informationsflut ist einfach zu viel für uns. Du kannst dich noch so sehr darauf konzentrieren, immer besser, schneller und produktiver zu werden. Unser Gehirn ist damit einfach oft überfordert. Und dann werden wir gestresst, unkonzentriert, müde und im schlimmsten Fall sogar krank. 
 
Doch es gibt ein unglaublich einfaches Mittel, das gegen diese Überforderung hilft: Stille. 

Das Gehirn wächst

An einer Studie mit Mäusen wurde wissenschaftlich nachgewiesen, das sich unterschiedliche Geräusche auf unser Gehirn auswirken können. Dabei fanden die Forscher heraus, dass bei nur zwei Stunden Stille täglich die Gehirnzellen im Hippocampus wachsen. Das ist die Hirnregion, die für das Lernen, das Gedächtnis und unsere Emotionen zuständig ist.

Stress und Anspannung verschwinden

Laute Geräusche sorgen dafür, dass unser Blutdruck steigt und das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet wird. Das kann nicht nur das Risiko für Herzinfarkte steigern, sondern auch allgemein unsere Gesundheit beeinträchtigen. Je lauter unser Umfeld also ist, desto gestresster und anfälliger für Krankheiten werden wir. Bereits zwei Minuten Stille senken den Blutdruck, entspannen ungemein und regen den Blutfluß im Gehirn an.

Probleme lösen und mentale Ressourcen auffüllen

Wenn unser Gehirn ständig damit beschäftigt ist, auf uns einprasselnde Informationen zu verarbeiten, bleibt ihm weniger Kapazität für die wirklichen Probleme. Unsere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leidet und wir tun uns schwer damit, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Ab und zu den Informationsfluß im Gehirn abschneiden und ein paar Minuten in Stille zu sitzen, kann uns helfen, die Dinge wieder objektiver zu sehen und Lösungsansätze zu finden.

Kreatives Denken fördern

Wer einfach nur so da sitzt, muss nicht automatisch unproduktiv sein! Wenn wir in Stille sitzen, schaltet sich unser Gehirn in eine Art “Ruhezustand”, wie z.B. beim Meditieren oder wenn wir einfach nur unsere Gedanken schweifen lassen. Dabei werden einige Hirnregionen aktiv, die uns helfen, besser auf unsere Gedanken, Emotion und Erinnerungen zugreifen zu können.

Ich persönlich bin ein großer Fan vom “rumsitzen”, am besten mit einem Notizblock und Stift bewaffnet. Komplexe Strukturen und Abläufe kann ich dann besser “greifbar machen” und es hilft mir, Zusammenhänge und das große Ganze zu sehen.

Wege in die Stille

Zum Glück musst du nicht an einen menschenleeren Ort fahren, um deinem Gehirn ein paar Minuten Stille zu gönnen. Es ist vielmehr die bewusste Entscheidung, hin und wieder alles um uns herum auszuschalten und uns für eine Weile mal selbst genug zu sein. E-Mail, Telefon und sonstige “Lautstärkequellen” kommen gut auch mal ein paar Minuten ohne dich aus. All die Benachrichtigungen, Mails und Punkte auf der To Do Liste sind gleich auch noch da, wenn du wieder einsatzbereit bist. 😉

Auch ein Spaziergang mit deinem Hund kann Wunder wirken. Wobei… Wenn man genau hinhört, ist es im Wald alles andere als still… 😉

Abschließen möchte ich den Artikel mit einem Zitat des schottischen Philosophen Tomas Carlyle:

“In der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren.”

Wie hat dir der Artikel gefallen? Sitzt du manchmal einfach in der Stille und nimmst dir ein paar Minuten Zeit, deine Batterien wieder aufzuladen? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Teile den Artikel auch mit befreundeten Hundternehmern. Sharing is caring!

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