Geld verdienen als Blogger – so viel kannst du für Werbung berechnen

Geld verdienen als Blogger – so viel kannst du für Werbung berechnen

Fast jeder Blogger hat mittlerweile mindestens einen Werbebeitrag oder gesponserten Artikel auf seinem Blog. Doch wie viel Geld kann man eigentlich verdienen mit seinem eigenen Blog? Und wie kann man sein “Gehalt” verbessern? Das verrate ich dir im folgenden Beitrag.

Ich blogge seit fast drei Jahren auf meinem Lieblingsrudel-Blog und verdiene seit mehr als einem Jahr Geld damit. Es hat lange gedauert, aber nun kann ich mir nichts Besseres mehr vorstellen, als hauptberuflicher Blogger zu sein. Denn es öffnet auch noch ganz andere Türen, als das regelmäßige Verfassen von kleinen Artikeln auf der eigenen Website.

Vielleicht hast du schon den Beitrag “So bekommst du als Blogger Kooperationen” gelesen.

Darum ist dein Blog wichtiger als Instagram & Co.

Als ich mit dem Lieblingsrudel angefangen habe, war mein erster Weg zu Instagram. Ich wollte das (damals für mich noch relativ neue) soziale Netzwerk kennen lernen und war begeistert. Tolle Fotos und im Gegensatz zu dem, was ich bei Facebook mitbekam, wesentlich positiver und nicht so rechthaberisch. Anfangs ging also meine ganze Energie in den Lieblingsrudel-Instagram-Account. Und das sehr erfolgreich, denn dieses Profil hat mittlerweile fast 13.000 Followers. Doch der wahre Wert liegt auf meinem Blog.

Warum das so ist? Ganz einfach: Artikel auf deinem Blog haben eine wesentliche längere “Halbwertszeit” als ein Post in Sozialen Netzwerken. Ein Beitrag, der gut recherchiert, formuliert und SEO-optimiert ist, wird auch in 3, 6 oder 12 Monaten dank Google & Co. noch gefunden. Im Gegensatz dazu sind Beiträge in den Sozialen Medien in der Regel nur 1-2 Tage wirklich relevant und verschwinden dann in der Masse “alter News”. Sie werden abgelöst von deinen neuen Posts und verlieren an Aktualität, Reichweite und Sichtbarkeit. Keiner meiner Follower bekommt einen Post gezeigt, der bereits mehrere Tage alt ist, wenn es Aktuelleres zu sehen gibt.

Bei einem Blogartikel ist das anders. Ich bekomme oft auch noch Monate nach der Veröffentlichung eines gesponserten Beitrags Anfragen von meinen Lesern zu den vorgestellten Produkten. Auch für die werbenden Hundternehmen hat das natürlich einen Vorteil. Jemand, der sich über ein Produkt informieren möchte, fragt in der Regel die Suchmaschine seiner Wahl. Dabei ist auch Pinterest ein nicht zu unterschätzendes Tool, um deinen Blog bekannter zu machen.

Zum anderen ist es auch immer schwieriger, mit Posts in den sozialen Medien eine ordentliche Reichweite zu erzielen, wenn man keine Werbung schaltet. Klar, Social Media ist wichtig, aber langfristig ist ein eigener Blog doch nachhaltiger. Ich bin daher schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, meine Energie in meinen Blog zu stecken. Da geht es nicht nur um das Verfassen von Artikeln, sondern auch um die technische und grafische Umsetzung und natürlich die Verbreitung der Inhalte. Das macht den Erfolg eines Blogs aus.

Seitenaufrufe sind der Schlüssel zum Erfolg

Blogger denken in monatlichen Seitenaufrufen. Je höher die Zahl ist, desto interessanter wird es für Hundternehmen, mit dem betreffenden Blogger eine Kooperation einzugehen. Hier liegt der wahre Wert für deine Werbepartner. Doch wie viel Geld kannst du eigentlich verlangen für einen Werbebeitrag?

Die meisten Blogger halten sich sehr bedeckt, wenn es darum geht, was sie mit ihren Beiträgen und Kooperationen verdienen. Vielleicht liegt das daran, dass man einen Blog ja eigentlich als eine Art Hobby beginnt und erst nach und nach in Sphären kommt, in denen man Firmen einen geldwerten Vorteil bietet, wenn sie Werbung schalten.

All diese Geheimniskrämerei führt eigentlich nur dazu, dass weder Hundternehmen noch Blogger sich sicher sind, was die Arbeit wirklich wert ist. Und das finde ich für beide Seiten unfair. Denn das Verfassen eines Blogartikels bedeutet jede Menge Arbeit: Es muss recherchiert, formuliert, ausformuliert und Korrektur gelesen werden. Ein guter Blog braucht (bearbeitete) Fotos, die man sich nicht immer nur von kostenlosen Bildplattformen ziehen kann. Auch das Hochladen, formatieren und SEO-Optimierung nehmen Zeit in Anspruch. Aus der Erfahrung kann ich sagen, dass man (je nach Thema und Umfach des Artikels) zwischen 5 und 12 Stunden mit einem Beitrag beschäftigt ist, bevor dieser online steht. Arbeitszeit und jede Menge Kreativität, die natürlich auch vergütet sein muss.

Auf der anderen Seite soll eine Blogger-Kooperation aber auch dem werbenden Hundternehmen helfen, seine Reichweite, Umsatz oder Markenbekanntheit zu steigern. Da viele junge Gründer und Selbständige mit Hund nur ein begrenztes Werbebudget haben, muss hier natürlich ein fairer Preis für beide Seiten gefunden werden.

Butter bei die Fische - Wieviel Geld verdient man als Blogger?

Natürlich bekommt man als Blogger meist die Produkte, die im Beitrag vorgestellt werden sollen, kostenlos und kann sie hinterher behalten. Beim Lieblingsrudel handelt es sich um einen Warenwert, der meist zwischen 30 und 500 Euro liegt.

Zusätzlich dazu kommt der sogenannte Werbekostenzuschuss, also der Betrag, den das Hundternehmen für die Veröffentlichung des Beitrages bezahlt. Hier habe ich dir mal eine Auflistung zusammengestellt, die teilweise auf meinen eigenen Erfahrungen basiert und teilweise auf Recherchen, was andere Blogger für einen einmaligen Beitrag auf ihrer Seite berechnen.

  • ca. 8.000 Seitenaufrufe/Monat: bis zu 120 Euro pro Blogartikel
  • ab 10.000 Seitenaufrufe/Monat: zwischen 200 und 300 Euro
  • ab 25.000 Seitenaufrufe/Monat: 300 bis 500 Euro
  • ab 40.000 Seitenaufrufe/Monat: 500 bis 1.000 Euro
  • ab 75.000 Seitenaufrufe/Monat: 1.500 Euro und aufwärts
  • ab 100.000 Seitenaufrufe/Monat: ab 2.500 Euro
  • ab 200.000 Seitenaufrufe/Monat: ab 3.500 Euro

Natürlich hängt das Gehalt eines Bloggers auch immer ein bißchen von der Nische ab, in der er sich bewegt. Bei jemanden, der im Bereich Fashion und Lifestyle tätig ist, liegen die Preise öft höher als bei Bloggern, die sich mit nachhaltiger Lebensweise oder ähnlichen Nischenthemen beschäftigen.

Für mich persönlich ist es so, dass ich mit dem Lieblingsrudel gern auch kleine Hundternehmen und StartUps unterstütze, die besonders interessante Produkte (innovativ und artgerecht) auf den Markt bringen. Da lasse ich mich schon mal begeistern und biete einen Sonderpreis an. Kostenlos mache ich grundsätzlich nichts mehr, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass “was nix kostet, auch nix ist”. Ich habe in der Anfangszeit für das eine oder andere Hundternehmen kostenlos Werbung gemacht, einfach um Erfahrungen zu sammeln, aber als ich dann irgendwann auch mal bezahlt werden wollte, war der Ofen schnell aus. Auf der anderen Seite gibt es auch Unternehmen, die sich zwar eine eigene Marketing-Abteilung (mit mehreren Angestellten) leisten können, aber für Blogger oder Influencer Marketing kein Budget haben. Die dürfen dann meiner Meinung nach auch weiter auf ihren klassischen Werbewegen fahren.

Wähle sorgfältig aus, was du auf deinem Blog bewirbst

Wie ich schon im Beitrag “Blogger-Kooperationen bekommen” beschrieben habe, ist es extrem wichtig, wählerisch zu sein, welche Hundternehmen und Produkte du auf deinem Blog bewirbst. Auch wenn viele Neulinge unter den Bloggern oft einfach jede Kooperation annehmen, um zu zeigen, dass sie wieder einen Werbepartner gefunden haben, wirkt sich diese Strategie langfristig eher negativ auf deinen Blog aus. Zum einen möchte nämlich niemand immer nur mit unpassender Werbung bombardiert werden, zum anderen sind deine Leser explizit an den Themen interessiert, die du redaktionell auf deinem Blog behandelst. Ein Produkt, das nicht zu dem Thema, deiner Philosophie oder Zielgruppe passt, wirkt nicht nur falsch platziert, sondern kann dich auf Dauer auch Leser und Followers kosten. Mehr dazu in dem Artikel, der oben verlinkt ist.

Beim Lieblingsrudel habe ich Anfang des Jahres die Zahl von 40.000 Seitenaufrufen im Monat geknackt. Seitdem flattern mir fast täglich Anfragen von Hundternehmen, aber auch Firmen, die eigentlich nichts mit Hunden zu tun haben, ins Postfach. Würde ich, mal unabhängig von den angebotenen Honoraren, jeder Kooperation einfach zustimmen, wäre der Lieblingsrudel-Blog nicht mehr als eine riesige Reklametafel und hätte für meine Leser keinerlei Mehrwert mehr. Dadurch würde langfristig der Traffic leiden, was wiederum dazu führt, dass ich weniger Geld für die Beiträge verlangen kann.

Natürlich darf ich in den meisten Fällen das Produkt behalten, aber mal ehrlich: Wie viele Halsbänder, Leinen und Spielzeuge braucht ein Zwei-Hunde-Haushalt denn wirklich? Ich miste ja ohnehin schon einmal im Jahr aus und spende die Sachen, die wir nicht mehr brauchen, an das örtliche Tierheim.

Affiliate-Links als Einnahmequelle für Blogger

Ich weiß nicht, ob ich da was falsch mache, aber der monatliche Umsatz mit Affiliate-Links, den ich persönlich (mit rund 40.000 Seitenaufrufen im Monat) beim Lieblingsrudel mache, hält sich in Grenzen. Hin und wieder baue ich sie trotzdem ein, meist in redaktionelle Artikel, für die ich viel recherchiert habe, aber bewusst unabhängig berichten möchte.

Ich weiß aber von anderen Online-Unternehmern, dass die teilweise gutes Einkommen mit solchen Affiliate-Links, z.B. von Amazon, machen. Bei denen konzentriert sich jedoch alles auf solche Links, die Seiten sind bis zur Vergasung SEO optimiert, um eine möglichst hohe Conversion Rate (also Verkäufe) zu erzielen. Mir persönlich liegt der redaktionelle und informative Teil mehr am Herzen.

Dennoch macht es Sinn, hin und wieder, z.B. in Buchrezensionen, solche Affiliate-Links zu setzen. Dann kann man sich alle paar Monate über einen kleinen Amazon-Gutschein freuen oder bekommt das Geld aufs Konto überwiesen und kann damit Serverkosten o. ä. decken.

Bannerwerbung auf deinem Blog

Wer technisch etwas versierter ist, kann auch Werbebanner auf seinem Blog platzieren, z.B. in der Seitenleiste oder in relevanten Blogbeiträgen. Es gibt zwei Möglichkeiten, Bannerschaltungen auf der eigenen Website zu platzieren: Zum einen Banner deiner Werbepartner und zum anderen über verschiedene Affiliate-Plattformen.

Ich habe gerade erst begonnen, meinen Kooperationspartnern Banner anzubieten, von daher fehlt mir hier noch die Erfahrung. Seit einigen Wochen laufen allerdings beim Lieblingsrudel in der Sidebar Banner, die ich über das Affiliate-Netzwerk AWIN generiert habe. Auch hier halten sich im Moment, ähnlich wie bei den Affiliate-Links, die Umsätze noch in Grenzen. Sobald ich hier aber verwertbare Informationen vorliegen habe, werde ich dies in einem Beitrag behandeln und diesen hier für dich verlinken.

VG Wort als Einnahmequelle

Die GEMA als Verwertungsgesellschaft für Musiker, Komponisten und Musikverlage war mir schon lange bekannt. Ich komme ja beruflich aus dem Eventmanagement. Dort werden Musikschaffende regelmäßig über Ausschüttungen dafür entlohnt, wenn ihre Musik im Radio, Fernsehen oder bei öffentlichen Veranstaltungen gespielt wird. Aber auch für Autoren und sogar Blogger gibt es eine solche Verwertungsgesellschaft, nämlich die VG Wort.

Bist du ernsthaft daran interessiert, professioneller Blogger zu werden, lohnt es sich, die VG Wort mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich blogge zwar schon seit drei Jahren, bin aber erst jetzt durch einen Zufall darauf gestoßen und habe gerade meine Anmeldeunterlagen verschickt. Da das Thema aber etwas umfangreicher ist, werde ich dies demnächst in einem separaten Artikel behandeln. Den Link poste ich dann unter diesem Beitrag hier und bei Facebook, Instagram und Pinterest.

Wie verdienst du Geld mit deinem Hundeblog?

Ich war in diesem Beitrag relativ offen mit meinen Zahlen und Tipps. Das beruht allerdings nur auf meinen persönlichen Erfahrungen und der Recherche im Internet. Vielleicht hat es dich aber dazu inspiriert, dem Hundternehmer-Rudel auch ein paar deiner Tipps zu geben. Also, lass mich gern wissen, welche Werbeformate bei dir gut funktionieren und was du für Erfahrungen mit Kooperationen auf Blogs gemacht hast. Kommentiere einfach unter dem Beitrag. Ich freue mich auf deine Erfahrungen.

Wenn dir der Beitrag gefallen und weitergeholfen hat, dann teile ihn doch gern auch mit anderen Hundebloggern oder Hundternehmern. Sharing is caring, weißt du ja! 🙂

Wenn du ab sofort nichts mehr verpassen möchtest, dann folge Hundternehmer auch bei Facebook, Instagram und Pinterest. Wir freuen uns auf dich im Hundternehmer-Rudel!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Danke für diesen tollen Beitrag! Ich stehe grade noch am Anfang der Petfluencer-Karriere meiner Hündin, bin selbst seit einem Jahr Steuerfachangestellte, aber habe irgendwie keine Ahnung wie/wo ich starten soll, was man bei Gründung beachten muss und und und. Könntest du hierzu vielleicht einen Beitrag veröffentlichen? Ich würde mich aber auch über persönliche Infos sehr freuen 🙂
    Liebe Grüße, Marion

    1. Hallo liebe Marion,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Wunsch erfülle ich dir gern im Blog demnächst. Wenn du bis dahin konkrete Fragen hast, gern auch persönlich per E-Mail an highfive@hundternehmer.de. Mail mir doch einfach deinen Stand der Dinge und ich helfe dir gern. 🙂

      Liebe Grüße,
      Franziska

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