Auch ohne Millionen von Abonnenten Geld mit YouTube verdienen

Vor etwa einem Jahr habe ich damit begonnen, den YouTube-Kanal des Lieblingsrudel aufzubauen. Natürlich kämpft man dabei am Anfang um jeden neuen Abonnenten und es ist wirklich nicht einfach, bei Youtube Abonnenten zu sammeln. Wie ich dennoch bereits Geld verdiene mit meinem Youtube-Kanal und welche Verdienstmöglichkeiten die große Video-Plattform sonst noch birgt, verrate ich dir in diesem Artikel.

Lieblingsrudel bei YouTube - klein, aber fein!

Knapp zehn Monate habe ich bislang für meine ersten 800 Abonnenten gebraucht. Um dem Monetarisierungs-Programm bei Youtube beizutreten, braucht man jedoch 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabezeit. Letzteres war relativ schnell geschafft, aber an den 1.000 Abonnenten beiße ich mir immer noch die Zähne aus. Mit ein bißchen Glück erreiche ich demnächst mein Ziel, innerhalb eines Jahres 1.000 Abonnenten zu bekommen und dann bin ich wirklich stolz auf mich.

Es geht aber gar nicht so sehr um die Zahl der Leute, die deinen Kanal abonniert haben. Den Mehrwert sehe ich für mich persönlich ganz woanders:

  • Ich kann mein Angebot erweitern und z.B. Blogartikel zu bestimmten Themen mit einem Video aufwerten.
  • Meine Community lernt mich und die Hunde noch ein bißchen besser kennen. Dadurch kommt es zu einer ganz anderen Bindung und Kommunikation innerhalb des Rudels.
  • Ich habe viel gelernt: Von technischen Dingen wie dem Schreiben eines Scripts und dem Beherrschen der Schnitt-Software bis hin zu meinem Auftreten vor der Kamera.
  • Ich kann mich kreativ ausleben und auch mal lustige Szenen mit den Hunden rein schneiden oder ihnen Worte in den Mund legen.
  • Ich kann meinen Werbekunden zusätzliche Vorteile geben, Produkte platzieren und Dinge verständlicher zeigen und beschreiben.

Wie verdient man mit Youtube Geld?

Noch vor ein paar Jahren konnte ich mir auch nicht vorstellen, jemals mit meiner Leidenschaft für Hunde Geld verdienen zu können. Trotzdem habe ich damals einfach mal angefangen und heute steuert das Lieblingsrudel einen ganz ordentlichen Beitrag zum monatlichen Einkommen bei. Dabei standen allerdings lange der Blog und die Social Media Kanäle im Vordergrund.

Doch auch meinen Youtube-Kanal mit noch vergleichsweise wenig Abonnenten werfe ich bereits mit in die Wagschale. Wie das geht, erfährst du jetzt.

Das YouTube Partner Programm

Viele denken zuerst an die Monetarisierung bei YouTube, wenn sie an “Geld verdienen mit YouTube Videos” denken. Auch wenn das nur ein Weg ist, will ich ihn hier mal kurz genauer vorstellen. Ich selber stehe mit dem Lieblingsrudel gerade erst kurz davor, die Anforderungen dafür zu erreichen und ich warte noch auf die Freischaltung.  Bald wird es so weit sein und dann werde ich über meine Erfahrungen hier auf dem Blog berichten.

So aktivierst du die Monetarisierung bei YouTube
  • Logge dich in deinen YouTube Account ein
  • Klicke oben rechts auf das Icon für deinen Account und gehe zum “YouTube Studio”
  • Im Menü links findest du den Reiter “Monetarisierung”
  • Lies dir alles gut durch und stimme den Richtlinien zur Monetarisierung zu
  • Richte dir einen Google AdSense Account ein oder verbinde einen existierenden mit deinem Kanal (diesen brauchst du, um bezahlt zu werden)
  • Richte deine Monetarisierungs-Einstellungen ein

Wieviel Geld verdient man durch YouTube Anzeigen?

Allein die Anzahl der Views, die du auf ein Video bekommst, bestimmt leider nicht, wie viel Geld du verdienen kannst. Wenn dein Video tausende von Views bekommt, aber niemand die Anzeigen anschaut oder darauf klickt, wirst du leider auch nichts verdienen. Die Zuschauer müssen also auf die Anzeigen klicken oder sie sich komplett anschauen (10, 15 oder 30 Sekunden lang). Und selbst dann schwanken die Beträge je nach Thema stark. 

Alternative: YouTube Premium

YouTube Premium ist ein bezahltes Mitglieder-Programm, das deinen Fans erlaubt, dich zu unterstützen ohne sich dabei Anzeigen anschauen zu müssen. Für dich als Creator ändert sich dabei nicht viel, denn du wirst für deinen Content sowohl von Nicht-Mitgliedern als auch von Premium-Mitgliedern bezahlt.
 
Über YouTube Premium wirst du bezahlt, basierend auf der Anzahl der Mitglieder, die deinen Content schauen. Eine Premium-Mitgliedschaft dient als zweites Standbein zu dem, was du bereits über YouTube-Werbeanzeigen einnimmst.

Produkte & Merchandise via YouTube verkaufen

Du kannst deine eigenen Produkte über YouTube verkaufen und deinen Kunden durch Videos, wie z.B. Anwendungsbeispiele oder Erklärungen wichtigen Mehrwert geben. Auch Themen rund um deine Produkte sind immer gut, schließlich will man sich nicht dauernd nur Werbevideos anschauen. Eine gesunde Mischung – ähnlich wie beim Bloggen – führt langfristig zum Erfolg. Produktvideos lassen sich außerdem gut in deine Website integrieren und sorgen dort für zusätzlich Kaufanreize.

Auch für Merchandise eignet sich ein YouTube-Kanal hervorragend. T-Shirts, Kaffeebecher, Beutel – was auch immer dir einfällt und zu deiner Marke passt. Diese kannst du relativ leicht und ohne hohe Investitionskosten auf Plattformen, wie z.B. Spreadshirt oder Shirtigo erstellen und dann “on demand” an deine Kunden ausliefern lassen.

Crowdfunding für dein nächstes kreatives Projekt

Gute Nachrichten für kreative Köpfe: Crowdfunding – unterstützt durch YouTube-Videos – lassen deine Träume Realität werden. Egal, ob du ein filmisches Projekt hast, eine neue Kollektion entwerfen, Rohstoffe oder Geräte anschaffen oder deine eigenen Leckerlis auf den Markt bringen möchtest. Such dir Hilfe von deiner Community und gib ihnen die Chance, Teil deines nächsten Projektes zu werden.

Viele Projekte sind schon erfolgreich über Crowdfunding finanziert worden. Dazu solltest du deinen Unterstützern ein paar Leckerlis bieten, wie z.B. ein exklusive Vorschau nur für sie, namentliche Erwähnung oder eins der ersten Produkte noch vor dem offiziellen Verkaufsstart. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Begeistere deine Fans und sie werden dich mit Sicherheit sehr gern unterstützen.

Hier findest du einige Crowdfunding Anbieter, mit denen andere Kreative bereits Erfolg hatten:

  • Kickstarter
  • Gofundme
  • Indiegogo

Wichtig ist, dass du dein Projekt transparent und authentisch vorstellst. Gib so genau wie möglich an, wofür du das Geld benutzen möchtest. Nur wenn du deine Community offen und ehrlich informierst, wird sie das Gefühl haben, ein Teil deines Projektes zu sein und dich unterstützen.

Neben Crowdfunding gibt es auch noch eine weitere Möglichkeit für deine Abonnenten, Fans und Followers, dich zu unterstützen. Wenn diese der Meinung sind, dass du guten Content lieferst, sind sie vielleicht auch gewillt, eine Art Premium Mitgliedschaft abzuschließen und dich mit einem kleinen Betrag monatlich zu unterstützen. Die bekannteste Plattform hierfür ist sicherlich Patreon, aber es gibt auch noch andere, wie z.B. Go buy me a coffee, Tipeee oder über einen PayPal-Spendenbutton.

Lizensiere deine Inhalte für andere Medien

Wenn es dir gelingen sollte, dass eins deiner Videos viral geht – z.B. ein lustiger Clip von deinem Hund –  kannst du dieses Medien zur Verfügung stellen. Eventuell haben TV Nachrichtensender, Online Nachrichtenseiten, TV Shows oder andere Creators Interesse daran, es in ihren Sendungen zu verwenden. Dafür benötigen Sie die Nutzungsrechte, die du gegen eine Gebühr an sie abtreten kannst.

Alternativ kannst du dein Video auch auf einer entsprechenden Plattform zur Verfügung stellen, z.B. Junken Media. Dort können interessierte Creator es ganz einfach kaufen und herunterladen.

Als Petfluencer oder Affiliate Partner mit Unternehmen kooperieren

Immer mehr Marken investieren einen großen Teil ihres Werbebudgets in die Zusammenarbeit mit Influencern. Der Vorteil liegt darin, dass diese meist bereits eine große Community haben, die sehr loyal ist. Dies schafft für dich als Creator eine großartige Möglichkeit zu Kooperationen.

Tatsächlich war das bislang auch meine bevorzugte Art und Weise, mit Unternehmen bei YouTube zusammen zu arbeiten. Auch wenn ich bislang nur wenig Abonnenten hatte, konnte ich eine große Reichweite mit meinem Blog und Social Media Präsenz vorweisen. Dies hat dazu geführt, dass ich auch für die YouTube Videos, die in Kombination mit Blogartikeln und Social Media Posts entstanden sind, ein wenig Geld berechnen konnte.

Hier macht es Sinn, wenn du mit dem Kooperationspartner ein Grundhonorar vereinbarst, das sich an der Anzahl der Views orientiert, die deine Videos im Normalfall bekommen. Ich nehme dazu immer den Durchschnitt der letzten 8 Videos und multipliziere das mit 0,10 € pro View. Diesen Preis zahlen Anzeigenkunden auch bei regulären YouTube Ads. Hinzu kommt eine Grundgebühr für die Erstellung des Contents, die sich an meinem regulären Stundensatz orientiert. Bislang habe ich das jedoch noch nicht berechnet, weil ich selbst erst einmal Erfahrungen mit YouTube und der Produktion von Videos sammeln wollte.

Wichtig, wenn du mit Werbepartnern zusammen arbeiten möchtest ist, dass du authentisch und transparent bleibst. Bewerbe nichts, was dir nicht selbst gefällt und hinter dem du stehen nicht kannst. Sei offen und ehrlich mit deinen Zuschauern, warum du diese Kooperation eingegangen bist. Auch hilft es, wenn du dir einen redaktionellen Inhalt ausdenkst, in den du die Kooperation integrieren kannst.

Bei meiner ersten Kooperation wollte ich beispielsweise das Konzept des Clean Feedings mit meinen Hunden testen. Ich hatte mir damals das Buch von Anke Jobi gekauft und einen Werbepartner gefunden, der mich bei dem Projekt drei Monate lang unterstützt hat. Das Ganze wurde dann im Blog, bei YouTube und in den Social Media Kanälen begleitet.

Hier kannst du das Video als Beispiel anschauen:

Das war meine erste Video-Kooperation und ich habe mittlerweile noch einen besseren Weg gefunden, wie ich vor der Kamera auftrete, aber das sollte hier mal ein Beispiel für dich sein. Es geht bei solchen Kooperationen auch gar nicht so sehr um perfekt gefilmte Videos, sondern eher um die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Trotzdem solltest du natürlich fortlaufend an dir arbeiten und immer besser werden. 

Wie komme ich an Kooperationspartner

In meiner Nische finde ich Kooperationspartner für YouTube momentan noch hauptsächlich so, dass ich sie mit einer konkreten Projektidee anschreibe und im persönlichen Kontakt die Details der Zusammenarbeit bespreche. Es gibt auch verschiedene Plattformen, bei denen du dich als Influencer oder Unternehmen registrieren kannst und die die passenden Partner vermitteln. Gerade in Nischen wie der Hundebranche ist es jedoch dort nicht so einfach, passende Kooperationen zu finden.

Alternativ kannst du dich auch als Affiliate Partner, z.B. bei Amazon registrieren und ein passives Einkommen durch die Empfehlung von Produkten generieren. Bei jedem verkauften Produkt, das über deine Affiliate Links bestellt wurde, bekommst du eine kleine Provision. Das kann mit der Zeit schon zu ganz ordentlichen Summen anwachsen. Besonders, wenn du gelegentlich Reviews auf deinem Kanal machst, solltest du mit Affiliate Links arbeiten. Auch für Marken ist das ein guter Weg, mit kleineren YouTubern Kooperationen zu machen, denn sie zahlen hier nur für Werbung, wenn auch tatsächlich etwas verkauft wird.

Hier noch ein paar Lesetipps:

Wie bekomme ich Kooperationen?
Wissenswertes zu Petfluencer Kampagnen

Bist du bereit, Geld mit YouTube zu verdienen?

Sicherlich wird es dir wie mir gehen: Als Creator steht der finanzielle Aspekt nicht unbedingt im Vordergrund. Für uns geht es mehr darum, unserem Herzen zu folgen und etwas zu tun, was Spaß macht. Umso besser, wenn auch andere Menschen daran Freude finden.

Aber ironischerweise sorgt genau das für die perfekte Voraussetzung, damit auch Geld zu verdienen. Denn Content ist immer noch King. Während viel e Unternehmen und Marken permanent darum kämpfen, die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe zu gewinnen, haben die kreativen Köpfe diesen Dreh schon längst raus. Mit einer gelungenen Kooperation ist allen geholfen, Werbepartner, YouTuber und Zuschauer.

Wenn du Fragen hast, stelle sie gern in den Kommentaren unter dem Beitrag. Ich würde mich freuen, dir mit meinen Erfahrungen ein paar Tipps geben zu können. Wenn dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gern mit befreundeten Hundternehmern. Sharing is caring! ♥

Geld verdienen mit YouTube Videos

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